Deutschland galt lange Zeit immer als Bastion der PC-Spieler. Sogar von einer gewissen Dominanz war häufig die Rede. Doch die fetten Jahre scheinen nun endgültig vorbei zu sein, wie die neuen Zahlen des Marktforschungsinstituts GfK andeuten.

Der deutsche Game-Verband hat vor Kurzem die Ergebnisse der GfK präsentiert, die sich mit dem Gaming-Markt 2018 beschäftigen. Neben zahlreichen positiven Meldungen, gab es aber auch einige negative Ausblicke. Doch fangen wir von vorn und damit dem Gewinner 2018 an. Laut der Studie ist das Smartphone mittlerweile die beliebteste Spiele-Plattform der Deutschen. So nutzten 2018 18,6 Millionen Menschen ihr mobiles Gerät zum Zocken. Das entspricht einem Plus von knapp 400.000 Spielern, im Vergleich zum Vorjahr. An zweiter Stelle folgen die Konsolen, welche 2018 von 16,7 Millionen Gamern genutzt wurden. Das Plus hier beträgt stolze 700.000 Personen. Für Tablets gingen die Zahlen ein wenig zurück. Waren es 2017 noch 11,5 Millionen Nutzer, spielten 2018 „nur“ noch 10,9 Millionen Personen auf ihren Tablets. Und der PC-Markt? Der hat in Deutschland ordentlich gelitten. Demnach rutschte der PC erstmals an die dritte Stelle und verlor fast vier Millionen (!) Nutzer in Deutschland. Damit verlor der Markt mehr, als die anderen Bereiche (zusammen) zulegten. Das müsste heißen, dass viele Nutzer nicht einfach zu einer anderen Plattform wechselten, sondern das Zocken allgemein aufgegeben haben. In nackten Zahlen gesprochen nutzten 2018 nur 13,4 Millionen Personen den PC zum zocken. 2017 waren es noch 17,3 Millionen Deutsche. Auch nach reinem Umsatz liegt der mobile Bereich (hier: Smartphones + Tablets) vorn und konnte 2018 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Dahinter folgen Konsolen mit 1,27 Milliarden Euro und PCs mit 659 Millionen Euro Umsatz. Insgesamt wuchs der Gaming-Markt in Deutschland um 9 Prozent.

Was die Studie allerdings nicht verriet ist, was der Grund für den Rückgang im PC-Markt sein könnte. Es wird aber gemunkelt, dass es an einer Mischung aus verhältnismäßig unattraktiven Spieleangebot, hohen Hardware-Preisen und allgemein schrumpfenden Interesse an Technik liegen könnte.

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