Je mehr wir von „Death Stranding“ sehen und je mehr wir darüber lesen, desto weniger scheinen wir etwas über das Spiel zu wissen. Kaum ein Spiel wird hinsichtlich seines Inhalts mehr mit Theorien überflutet wie Hideo Kojimas kommendes Werk. Doch wenigstens der Schöpfer müsste sein Spiel ja kennen, oder?

Im Grunde kann einem die Marketingabteilung von „Death Stranding“ enorm leidtun. Wie soll sie ein Produkt bewerben, von dem offenbar niemand einen blassen Schimmer hat, worum es sich eigentlich dreht? Was soll man machen, wenn jeder neue Trailer nur mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet? Im Notfall können sie in solchen Situationen immer mal den Schöpfer fragen. Er sollte ja eigentlich wissen, um was es in dem Spiel geht. Sollte zumindest vermutet werden, scheint aber auf „Death Stranding“ nicht zuzutreffen. In einem Interview mit Financial Times gestand Entwickler Hideo Kojima, dass es selbst ihm schwerfällt, das Spiel richtig zu klassifizieren. Im Grunde geht es ihm also genauso wie allen anderen.

Im ersten Moment mag das natürlich nicht sonderlich positiv klingen, wenn selbst der Entwickler keine Ahnung zu haben scheint, was das eigene Produkt eigentlich sein soll, allerdings steckt da auch eine gewisse Absicht dahinter. So erklärte Kojima in dem Interview weiter, dass es sein vorrangiges Ziel war, etwas Neues zu kreieren bzw. ein komplett neues Genre auf die Beine zu stellen. Das ist natürlich immer mit einem gewissen Risiko verbunden, doch hofft er, dass er viele damit überraschen kann, wenn das Spiel dann erscheint.

In der Vergangenheit versuchte Kojima übrigens schon, die richtigen Worte für das Spiel zu finden. Damals bezeichnete er „Death Stranding“ eher unbeholfen als „Social Strand System“. So richtig erklären konnte er die Bezeichnung aber nicht. Vielleicht können wir aber dann mit dem Release am 8. November einen passenderen Namen finden.

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