Die neuste Version des Google-Browsers verspricht, signifikant weniger Arbeitsspeicher zu verbrauchen. Hier erfahrt Ihr, was dahintersteckt.

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Der teilweise absurd hohe Arbeitsspeicherverbrauch von Google Chrome wird im Internet oftmals belächelt. Das Unternehmen arbeitet seit längerem daran, diese Schwäche auszumerzen, bislang jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Das soll sich nun ändern, denn laut dem offiziellen Entwicklerblog dürfen wir uns auf große Verbrauchseinsparungen freuen. Chrome 89 für Windows verbraucht bis zu 22 Prozent weniger Arbeitsspeicher beim Browser-Prozess, 8 Prozent weniger beim Rendern und 3 Prozent weniger bei der GPU. Zudem soll die Reaktionsgeschwindigkeit des Browsers um fast zehn Prozent gestiegen sein.

Das alles soll Chrome durch eine Verbesserung der Speicher-Allokation erreicht haben. Dafür benutzt das Unternehmen nun vermehrt PartitionAlloc, ein Programm für die Speicher-Allokation, das bislang nur zum Rendern benutzt wurde. Der Algorithmus des Browsers wurde ebenfalls verbessert. So kann das Programm nun bis zu 100 MB an Speicher pro Tab recyceln. Dies gelingt Chrome, indem es den RAM-Verbrauch für bereits geladene Elemente aus dem sichtbaren Tab löscht. Google nennt als Beispiel ein großes Bild, das schon in maximaler Auflösung angezeigt wird.

Zuletzt geht der Blog-Beitrag auf Verbesserungen für Apple-Rechner und Android ein. Für MacOS gibt es eine neue Memory-Footprint-Option, die Hintergrundtabs optimiert. Das resultiert in bis zu acht Prozent weniger Verbrauch. Auch für Android gab es eine Vielzahl an Updates, die sich auf das Packaging und die Laufzeit-Optimierung konzentrieren. Der Mobile-Browser soll nun seltener abstürzen, schneller Laden und flüssiger laufen. Ein anderes interessantes neues Feature sind die „Freeze-Dried Tabs“ für Android. Kleine Vorschaubilder von minimierten Tabs, die zwischengespeichert und beim Tab-Wechsel angezeigt werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Google große Einsparungen beim Arbeitsspeicherverbrauch verspricht. Bislang waren solche Updates leider oftmals mit Bugs verbunden. Habt Ihr schon Erfahrung mit der neuen Chrome-Version gemacht? Erzählt uns doch davon auf Facebook.

 

 

 

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