Bisher wird der Grafikkartenmarkt von AMD und NVIDIA® bestimmt. Das könnte sich bald ändern, denn nun will ein chinesischer Hersteller ordentlich mitmischen und hat bereits erste Karten auf Pascal-Niveau angekündigt. 

China wagt wieder einen Vorstoß. Nachdem bekannt wurde, dass das Land in den Bereich der Computerprozessoren einsteigen will, berichtet PCGamesHardware nun, dass auch der Grafikkartenmarkt erobert werden soll. So kündigte Changsha Jingjia Microelectronics (ein ehemaliger Auftragnehmer für die Rüstungsindustrie) an, dass die Firma ausgewählt wurde, um neue Grafikkarten zu entwickeln. So will man die JM9231 und die JM9271 auf den Markt bringen. Diese sollen sich leistungstechnisch an den Pascal-Grafikkarten von NVIDIA® orientieren und mit der GTX1050 (JM9231) und der GTX 1080 (JM9271) konkurrieren. Über die genauen Chip-Konfigurationen wird bisher aber noch geschwiegen, auch scheint nach ersten Angaben der Stromverbrauch der chinesischen Produkte etwas höher zu liegen als bei der Konkurrenz. Zudem werden die Karten nicht auf DirectX12 zurückgreifen können. Die Games sollten also wenigstens OpenGL/OpenCL unterstützen, damit sich die die JM9231 und die JM9271 überhaupt lohnen.

So richtig konkurrenzfähig sind die chinesischen Produkte also nicht wirklich. Allerdings dürfte das auch nicht das vorrangige Ziel gewesen sein. Wahrscheinlich ist, dass China auf diese Weise weiter versucht, sich vom amerikanischen Markt unabhängiger zu machen. Zudem sind die Karten sicher noch lange nicht das Ende der Fahnenstange und es werden wohl weitere und vor allem ausgereiftere Produkte folgen. Vielleicht ist man dann sogar in ein paar Jahren wirklich soweit, um mit den anderen beiden Big Playern der Branche zu konkurrieren.

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