Eigentlich ist der Support für Windows 7 offiziell zu Ende gegangen. Allein aus Sicherheitsgründen sollte man daher auf Windows 10 upgraden. Doch gerade bei dieser Umstellung hängt der Bund nun offenbar stark hinterher und zahlt mehrere hunderttausend Euro, um Windows 7 erst einmal weiter zu nutzen. 

MF
Seit knapp einer Woche wird das Betriebssystem Windows 7 nicht mehr mit Updates seitens Microsofts unterstützt. Alle Nutzer sollten sich daher noch einmal genau überlegen, nicht doch auf Windows 10 umzusteigen. Betrifft das wirklich alle Nutzer? Offenbar gibt es auch hierbei wieder ein paar Ausnahmen. So ist es bestimmten Firmen und öffentlichen Einrichtungen möglich, über sogenannte „Extended Security Updates“ weiter Updates für das auslaufende Betriebssystem zu erhalten. Wie das Handelsblatt (via PCGamesHardware) berichtet, gehören zu diesen Einrichtungen auch diverse Ämter und Ministerien der Bundesregierung.

Demnach nutzt der Staat noch mehr als 33.000 Computer, die Windows 7 nutzen. 33.000 Rechner, die das Upgrade bisher nicht durchgeführt haben und nun finanziell am Leben gehalten werden müssen – Kostenpunkt: 800.000 €. Und dabei handelt es sich nur um die Initialkosten, denn der Service wird mit jedem weiteren Jahr noch einmal wesentlich teurer. Spätestens 2023 sollten dann alle Rechner auf Windows 10 geupdated werden, denn danach wird jeglicher Support seitens Windows beendet.

Für ein landesweites Update fehlt bisher allerdings ein Plan bzw. eine Koordination, da jede Behörde für sich selbst verantwortlich ist und daher auch selbst bestimmt wann und wie sie die Updates auf den Rechner durchführt. Ein allgemeiner Überblick von der Bundesregierung fehle komplett, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion Konstantin von Notz. Das ist äußerst problematisch, da für die IT (inkl. der Softwarepflege) Steuergelder genutzt werden und diese könnten über die Jahre geringer ausfallen, wenn man sich einheitlich darum kümmern würde.

Share