Es ist nicht lange her, da verkündete die derzeitige Bundesregierung, dass man in der Haushaltsplanung auch die Förderung von deutschen Videospielen mit beachten werde. Doch diese finanzielle Unterstützung könnte schon bald ihr frühes Ende finden. 

Vor zwei Tagen verabschiedete das Bundeskabinett einen neuen Entwurf des Bundeshaushaltes für das Jahr 2020. Eine Sache sticht dabei für Gamer besonders hervor oder vielmehr sticht sie nicht hervor. Denn in diesem Entwurf bzw. Finanzplan ist kein Wort über die Fördergelder (50 Millionen Euro im Jahr) für deutsche Videospiele zu finden. Das politisch Brisante an der Sache ist, dass diese Förderung 2018 noch darin verankert und sie auch Teil des Koalitionsvertrages war. Sollte sich der Entwurf also nicht in kommender Zeit ändern, handelt es sich im Grunde um einen Bruch des Kolaitionsvertrages. In dem wurde die Förderung versprochen, um die „deutsche Spiele-Industrie weit genug zu fördern, um sie international konkurrenzfähig zu machen.“ Nach Beschluss des Haushaltsplanes meldeten sich diverse Politiker und Institutionen zu Wort und kritisierten die Entscheidung. So sprach sich etwa der digitalpolitische Sprecher Jens Zimmermann (SPD) gegen die Entscheidung aus und zeigte dabei mit dem Finger auf Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Erst durch ein „Versäumnis“ Scheuers konnte es überhaupt soweit kommen und nun wären Arbeitsplätze und Deutschlands Status gefährdet.

Laut Gameswirtschaft ist der Entwurf aber noch nicht final bestätigt und so besteht durchaus die kleine Chance, dass sich in den kommenden Wochen und Monaten noch etwas daran ändern könnte. So richtig daran glauben möchte man aber scheinbar nicht daran.

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