Loot-Boxen sind immer noch ein schweres Thema für Industrie und Gamer. Doch gerade als man dachte, die Diskussion darüber würde langsam, aber sicher verschwinden, preschen einige britische Institutionen vor und fordern einen strikten Bann der Boxen. 

MF
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Politiker, Wissenschaftler oder Mediziner recht negativ gegenüber Loot-Boxen-Mechaniken aussprechen. Doch nie war die Forderung nach einer Einschränkung größer als jene von Central and North West London NHS (National Health Service) Foundation Chief Executive Claire Murdoch. In einem offiziellen Statement sprach sich Murdoch strikt für ein Verbot von Loot-Boxen aus. Der Grund hierfür sei, dass solche digitalen Mechaniken nichts weiter wären, als der Einstieg zur Glücksspielsucht oder Schlimmerem. Demnach sollte man es Unternehmen (als Spieleentwicklern) verbieten, Kindern Glücksspiel beizubringen. Solang diese Boxen eine Wahrscheinlichkeit oder Chance mit sich bringen, sollten die Verkäufe gestoppt werden.

Wie bereits erwähnt, ist Murdoch damit nicht die erste Person, die eine solch klare Haltung bezieht, doch bisher wurde noch herzlich wenig gegen Loot-Boxen unternommen. Nur wenige Länder (darunter etwa Belgien) gehen gesetzlich gegen die Boxen vor. Viele Spiele passen sich aber mittlerweile auch an und verfolgen eine eher transparentere Herangehensweise über ein „Battle Pass System“, wie in „Fortnite“. Das verwundert nicht, da die Umsätze durch Loot-Boxen seit einigen Monaten zurückgehen. Ausnahme bilden hierbei Mobile Games, für die die Mechaniken auch weiterhin eine sehr lukrative Einnahmequelle darstellen.

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