Deutschland mag eines der fortschrittlichsten Länder der Welt sein, aber wenn es um das Internet geht, hinken wir im internationalen Vergleich dann doch ganz schön hinterher. Genau deswegen soll der Breitbandausbau vorangetrieben werden. Und da macht Bayern eine gute Figur.

Laut aktueller Studien der vbw (Vereinigung der bayerischen Wirtschaft) ist Bayern das Bundesland, das im bundesweiten Vergleich am besten dasteht, wenn es um den Breitbandausbau geht. So konnten im vergangenen Dezember knapp 94 Prozent aller bayerischen Haushalte mit mindestens 30 Mbit/s bespielt werden. Damit ist Bayern dem Bund beim Ausbau ungefähr ein Jahr voraus. Grund zur Freude scheint es trotzdem nicht zu geben. Für die Studien wurden nämlich auch zahlreiche Unternehmen befragt, wie sie den Breitbandausbau sehen. Weitaus mehr als 50 Prozent, bemängelte dabei die Breitbandversorgung. Vor allem der Bereich Mobilfunk kam dabei besonders schlecht weg. Denn bei diesem gäbe es auch weiterhin noch zu viele Funklöcher und auch die Internetgeschwindigkeiten seien einfach zu gering. Das gefährde die Geschäftsfähigkeit vieler Unternehmen enorm. So kommt der Breitbandausbau in Bayern zwar durchaus gut voran, aber auch dort kommt man dem eigentlichen Bedarf nicht hinterher. Der Mobilfunkausbau erweist sich aber laut der vbw als besonders schwierig, da es innerhalb der Bevölkerung immer noch großen Widerstand gegen den Bau neuer Mobilfunkmaste gibt.

Im internationalen Vergleich sieht es für Deutschland sogar noch schlimmer aus. Dort gibt es laut vbw enormen Nachholbedarf, um nicht den Anschluss an andere Länder wie die Spitzenreiter Südkorea, Schweden oder Japan zu verlieren.

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