Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum sind vielen Usern ein Dorn im Auge. Und der Ärger ist berechtigt. Denn die Auswirkungen auf den Hardware-Markt sind enorm. Bald soll jedoch eine neue Währung die Problematik verschärfen. Denn Schürfer können in Zukunft auf Chia setzen, das zum Leidwesen von Gamern und Gamerinnen sowie PC-Enthusiasten auf große Speicherkapazitäten abzielt.

Digitale Zahlungsmittel wie Bitcoin, Ethereum oder Dogecoin werden mithilfe großer Mining-Farmen generiert. Hierfür benötigen die Schürfer vor allem eines: jede Menge Rechenleistung. Und diese wird natürlich aus Grafikkarten der neusten Generation gewonnen. Nicht nur zum Ärgernis von Gamern und Gamerinnen, sondern auch von Herstellern kaufen Schürfer große Kontingente aktueller GPUs, um in kürzester Zeit möglichst viel Geld zu scheffeln. Die Folgen sind für jeden User omnipräsent: Beliebte Grafikkarten werden zu Raritäten und wenn doch mal das favorisierte Objekt der Begierde verfügbar ist, schnellt der Preis in ungekannte Höhen, sodass das Gros an Gamern und Gamerinnen vom Kauf absieht.

Die neue Kryptowährung von Bram Cohen namens Chia dürfte die Hardware-Knappheit um einen weiteren Bereich erweitern. Denn im Gegensatz zu Bitcoin und Co. setzt Chia nicht auf Rechenleistung, sondern auf eine große Menge an Speicherkapazität, die durch HDDs und SSDs bereitgestellt wird.

Die Auswirkungen dieses Systems sind bereits in China deutlich zu spüren. Denn obwohl die Chia-Währung noch gar nicht gehandelt wird, steigen die Preise für Massenspeicher durch Hamsterkäufe enorm. Besonders beliebt sind bislang Festplatten mit großen Kapazitäten zwischen 4 und 18 TB sowie die schnellen NVMe-SSDs.

Einige Hersteller wie Jiahe Jinwei planen daher Präventivmaßnahmen. Mittels Restriktionen möchte das chinesische Unternehmen den Kauf enormer Mengen an Speichern unterbinden. Durch eine erhöhte Produktion soll wiederum die angestiegene Nachfrage befriedigt werden und selbst die Einführung spezieller Mining-SSDs ist vonseiten des Chip-Herstellers nicht ausgeschlossen.
Wann und in welchem Ausmaß die neue Kryptowährung auch den europäischen Markt beeinflusst, ist bisher nicht abzuschätzen. Fakt ist jedoch, dass mit Chia ein weiteres digitales Zahlungsmittel die Hardware-Knappheit fördert und die Preise in die Höhe schnellen lässt.

Wie denkt Ihr über Chia? Brauchen wir wirklich eine neue Kryptowährung und wird sich diese ebenso gravierend auf die Verfügbarkeit von HDDs und SSDs auswirken wie Bitcoin und Co. auf Grafikkarten? Teilt uns Eure Meinung auf Facebook mit.

Share