In dem vorgestrigen GTC 20 Livestream sprach NVIDIA® Chef Jensen auch über die Verfügbarkeitsprobleme der neuen Ampere Karten. Dabei argumentiert der langjährige CEO, dass die Situation kein Problem, sondern ein Phänomen sei. Hier die Hintergründe.

GTC steht für GPU Technology Conference und ist ein Event, in dem Huang das letzte Mal über Grafik und vor allem künstliche Intelligenz sprach. Wer sich darüber informieren möchte, findet eine gute Zusammenfassung bei PCGamesHardware. In einem Q&A, das im Nachgang stattfand, kommentierte Huang dann die Verfügbarkeit der Ampere Karten.

Laut Huang sei die RTX™-3080/3090-Thematik kein Angebots-, sondern ein Nachfrageproblem. Die Nachfrage an NVIDIA®-Karten wäre zwar noch größer als erwartet, aber Huang argumentiert, dass selbst wenn das Unternehmen die Nachfrage richtig einschätzten könnte, es nicht möglich sei, genügend Karten zu produzieren. In Anbetracht der kommenden Weihnachtszeit ist also davon auszugehen, dass die 3000er Karten in diesem Jahr kaum verfügbar sein werden.

Huang nennt das den „Ampere Faktor“ und vergleicht die Situation mit dem Windows-95-Launch in Verbindung mit Intel® Pentium®. Damals war es auch nicht möglich, an die Grafikkarten zu kommen. Obwohl die Karten sehr schnell und effizient produziert werden würden, wären sie einfach direkt verkauft.

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Irgendwo hat Huang schon recht. Er kennt die Zahlen. Und wenn es nicht möglich ist, ausreichend Grafikkarten herzustellen, um alle Kunden zu bedienen, dann ist es so. Für NVIDIA® ist das auch kein Problem, sondern das Versprechen, dass die Produktionscharge der nächsten Monate ausverkauft sein wird. Andererseits hätte der Launch auch ein paar Wochen später stattfinden können. Ebenso haben Scalper große Mengen an Grafikkarten aufgekauft, um sie wieder zu einem höheren Preis zu verkaufen. NVIDIA® hat hier also versagt. Es hätte wohl sicher gereicht, wenn NVIDIA® offen kommuniziert hätte, wie es um den Bestand steht. Vor allem im Jahr 2020 hätten die Fans das auf jeden Fall nachvollziehen können. Was haltet Ihr von Huangs Argumentation?

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