Es klingt wie eine Schallplatte mit Sprung, wenn man immer wieder vom Launch-Erfolg der neuen AMD Ryzen™-Prozessoren spricht. Aber die Verkäufe und der Gewinn sprechen nun einmal für sich. So wie auch die zurzeit herrschende Dominanz in Japan. 

AMD hat mit dem Release der Ryzen™ 3000er-Reihe vieles richtig gemacht. Konkurrenzfähige Preise, verbunden mit guter Leistung und positiven Tests von unabhängiger Seite führten dazu, dass man dem Konkurrenten Intel® ordentlich Dampf machen konnte. In Ländern wie Japan war dieser Dampf sogar dichter und heißer, als zuvor angenommen. Wie die BCN (Business Computer News) berichtet, war das Interesse an den neuen Prozessoren so hoch, dass man zwischenzeitlich bei einem Marktanteil von knapp 70 Prozent angelangt war. Als Basis nutzte man hierfür die Verkaufszahlen von 24 verschiedenen Fachhändlern. Demnach erreichte AMD im Zeitraum 8. – 14. Juli einen Anteil von 68,6 Prozent bei den CPU-Einzelverkäufen. Die Zahlen stützen sich aber nahezu ausschließlich auf den Consumer-Bereich. Im Business-Bereich bzw. beim Verkauf von Komplettsystemen konnte AMD zwar auch ordentlich zulegen (von drei Prozent auf immerhin 14,7 Prozent), aber der Bereich wird aktuell immer noch klar von Intel® dominiert. Die hatten in den letzten Monaten mit starken Lieferengpässen zu kämpfen, was den Verlust an Marktanteilen zum Teil erklärt. Doch auch wenn das Unternehmen Anteile verliert, braucht es sich wohl keine großen Gedanken um die Zukunft zu machen. Wie PC Watch berichtet, ist die Nachfrage von Unternehmen an PCs mit Intel®-CPUs immer noch sehr stark.

Auch wenn der erste Hype um die neuen Ryzen™-Prozessoren inzwischen abgeklungen ist, ist es trotzdem beachtlich, wie breit sich AMD in den ersten Wochen auf dem Markt aufstellen konnte. Richtig interessant wird es aber erst, wenn Intel® und AMD Anfang 2020 die Jahreszahlen von 2019 veröffentlichen und man dann einen vernünftigen Vergleich ziehen kann.

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