Das vergangene Jahr war eine großartige Zeit für AMD. Mit neuen Produkten im CPU- und GPU-Bereich konnte man den Markt begeistern und den Umsatz ordentlich in die Höhe treiben. Darunter haben die Marktanteile von Intel® gelitten. Dieser Trend scheint sich fortzusetzen. 

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Unbestritten ist, dass Intel auch weiterhin noch DIE große Hausnummer ist, wenn es um Prozessoren geht, doch das Unternehmen hat auch mit allerlei Problemen zu kämpfen. Neben diversen Lieferengpässen und einer Nachfrage, der man nicht gerecht werden kann, sind es vor allem Probleme bei der neuen Fertigungstechnik, die Intel® Kopfschmerzen bereiten. Probleme, die laut dem Marktforschungsunternehmen Context auch 2020 anhalten werden und dazu führen, dass AMD wohl noch weitere Marktanteile für sich beanspruchen wird. Allgemein wird AMD seine Position wohl deutlich auf dem Markt stärken und könnte sogar eine Vorreiterrolle in bestimmten Bereichen einnehmen.

So konnte das Unternehmen laut Context im vierten Quartal 2019 seine Verkäufe von PCs mit einem AMD-Chip um stolze 100,6% gegenüber dem Vorjahr steigern. Das entspricht einem Marktanteil von immerhin 14,7%. Dabei wird der Chiphersteller vor allem weiterhin den Geschäftsbereich bzw. B2B-Markt im Blick behalten. Denn hier konnte man den Verkauf von solchen Rechnern um ganze 200,6% steigern. Eine Steigerung in allen Segmenten ist für 2020 laut Context-Analystin Marie-Christine Pygott sehr wahrscheinlich. Mit dieser Meinung steht sie  nicht alleine da. Weitere Forschungsinstitute wie Mercury Research hatten schon Anfang des Jahres ähnliches behauptet.

Für Intel® mag dies ein Rückschlag sein, von einer Katastrophe ist der Konzern jedoch weit entfernt. Gerade bei den Privatkunden ist das Unternehmen noch deutlich beliebter, als AMD und kann einen Marktanteil von 89,3% für sich beanspruchen. Intel sollte trotzdem langsam nachziehen, bevor noch mehr Anteile an den direkten Konkurrenten abgetreten werden müssen.

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