AMD dominiert im Moment den CPU-Markt. Vor allem in Sachen Mehrkern-Prozessoren macht dem Unternehmen niemand so schnell etwas vor. Dabei hat man das Ende der Kernanzahl noch lange nicht erreicht

Wenn es um die Leistung von Singlecore-Prozessoren geht, sind sich AMD und Intel® nahezu ebenbürtig. Das Verhältnis verschiebt sich aber deutlich, wenn mehrere Kerne zum Einsatz kommen. Vor allem mit den neuen Ryzen 9 3900X und 3950X–Prozessoren treibt AMD die Anzahl der Kerne weit nach oben. Wer jetzt denkt, dass damit die Grenze des Möglichen erst einmal erreicht ist, hat die Rechnung ohne AMD gemacht. Denn wenn es nach dem Unternehmen bzw. dessen Chief Technology Officer Mark Papermaster geht, sind die Produkte nur die Spitze des Eisberges.

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Wie Papermaster nun in einem Interview mit Toms Hardware verriet, sieht er für den Moment keinerlei Probleme, die Anzahl der Kerne weiter nach oben zu treiben. Dabei sprach er auch explizit den Mainstream- bzw. Desktop-Markt an. Demnach sei es absolut kein Problem, den Nutzern mehr Leistung/Kerne anzubieten. Wenn es denn Hindernisse gäbe, dann würden diese eher auf der Seite der Software liegen. Denn oft ist es diese, die noch nicht das volle Potenzial von Mehrkern-Prozessoren ausschöpfen kann. Erst wenn die Software das nötige Upgrade durchgeführt hat, können auch mehr Anwender von Multi-Core- und Multi-Threading profitieren.

Wie viele Kerne am Ende möglich seien, verriet Papermaster allerdings nicht. Zurzeit könne er aber keine wirkliche Obergrenze erkennen. Bevor aber solche CPUs auf den Markt gebracht werden, muss der Markt erst dafür bereit sein. Das könne zwar noch ein wenig dauern, aber der Trend hin zu deutlich mehr Kernen sei definitiv vorhanden, so Papermaster.

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