Bei AMD wurde eingebrochen. Das behauptete das Unternehmen nun in einer offiziellen Stellungnahme. Der Grafikkartenentwickler hat bereits erste Maßnahmen ergriffen, um den Dieb zu fassen.

AMD hält sich seit mehreren Monaten äußerst bedeckt, was die Zukunft der kommenden Grafikkarten angeht. Im Grunde ist nur bekannt, dass etwas kommen wird, aber nicht wie und wann. In solchen Zeiten glänzen natürlich Leaker, die besagte Informationen gerne vor einer offiziellen Veröffentlichung in die Welt tragen. Nachweisbar sind die aber selten und Unternehmen belassen es auch gern dabei. Nicht aber im Fall von AMDs Navi 10, Navi 21/RNDA2 und Arden. Denn hier wurden sogar die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet, um einen Quellcodedieb zu fassen.

MF
Doch was war genau geschehen? Laut AMD wurde das Unternehmen vergangenen Dezember von einer unbekannten Person kontaktiert, die behauptete Testdateien zu zukünftigen Grafikprodukten ergattert zu haben. Ein Teil der Informationen wurde sogar schon online über Torrentfreak bereitgestellt. Auch über Github wurden jene Infos veröffentlicht. Nachdem sich hier aber AMD direkt einschaltete, wurden diese wieder entfernt. Torrentfreak geht dagegen noch einen Schritt weiter und hatte angeblich bereits Kontakt zu dem Leaker aufgenommen. Demnach konnte er den Quellcode von einem äußerst schlecht geschützten Computer heruntergeladen und kam nach eigenen Aussagen so ganz einfach an Informationen, die um die 100 Millionen Dollar wert sein sollen. Ob dies aber wirklich stimmt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

AMD hat zusammen mit den Strafverfolgungsbehörden erste Maßnahmen ergriffen. Es bleibt abzuwarten, ob so der Täter gefasst werden kann.

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