AMD bedient nicht nur den Consumer-Bereich mit neuen Produkten, sondern will auch bei Servern mit der neuen Generation der Epyc™-CPUs ordentlich punkten. Erste Tests deuten hier auf einen drastischen Leistungssprung hin.

Die neuen Ryzen™-Prozessoren und die neue Radeon-Reihe sollten nicht die einzigen Updates von AMD-Produkten bleiben. Erst vor Kurzem präsentierte das Unternehmen zusätzlich die neue Generation der Epyc™-CPUs. Die hören auf den Codenamen „Rome“ und sollen neben der Ryzen™-Technik deutlich mehr Kerne bieten. Doch nicht nur die reine Schlagzahl an Kernen wurde nach oben geschraubt, auch die Technik machte einen tüchtigen Sprung. Die bisherige Zen-Architektur mit 14 nm wechselte dabei gleich zu einer 7-nm-Fertigung. Damit steigt die Leistung je Kern an, was auch zu einer Leistungssteigerung beim Einsatz von Multi-Core führt. Und „Mutli“ wird hier besonders groß geschrieben. Statt 32 Kernen kommen jetzt 64 Kerne zum Einsatz. Wie viele Kerne man schlussendlich nutzen will, überlässt AMD dabei den Käufern und stellt 19 verschiedene Prozessoren der neuen Epyc™-Generation vor. Die Spanne reicht von acht bis 64 Kernen. Auch die Preise variieren dabei stark. So sollen die neuen CPUs zwischen 450 und 6.950 Dollar kosten.

Die neuen CPUs können bei den ersten Tests von Anandtech ordentlich punkten. Gerade im Bereich Multi-Core ist die neue Reihe von AMD schlichtweg konkurrenzlos und schlägt Intels® Xeon-Prozessoren deutlich. Je mehr Anwendungen also gleichzeitig laufen, desto besser schneidet Epyc™ ab. Gerade im Vergleich zur vorherigen Generation sprechen wir (nach den ersten Tests) von einem Leistungssprung von ungefähr 153 Prozent. Allerdings schwanken die Ergebnisse im Single-Core-Bereich im Gegensatz dazu sehr stark, weswegen hier Intel® auch weiterhin die Nase vorn hat. Auch bei den Latenzen beim DRAM-Zugriff schneidet Intel® etwas besser ab.

Ein großer Schritt im Business- bzw. Serverbereich ist AMD mit Epyc™ aber schon jetzt gelungen. So konnte das Unternehmen große Partnerschaften an Land ziehen. Google nutzt die Technik etwa für die eigenen Rechenzentren und im Laufe des Jahres sollen auch die Cloud-Server auf Basis der neuen Epyc™-Generation laufen. Zudem haben Twitter und Microsoft angekündigt, dass sie auf die neuen AMD-CPUs umsteigen werden und Hersteller wie Dell, HPE oder Tyan haben bereits kompatible Produkte in der Pipeline.

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